Steinberufe: Ausbildung als Steinwerker/in oder Steinmetz/in EFZ
 

Die Ausbildung

Der Weg zum Steinmetz führt durch vier Lehrjahre. Am Ende der Ausbildung gibt es eine Abschlussprüfung. Nur wer diese auch besteht, bekommt das Fähigkeitszeugnis Steinmetzin EFZ / Steinmetz EFZ. Die Arbeit am Stein ist ein anspruchsvolles Handwerk und erfordert viel Übung.

1. Lehrjahr

Gleich am Anfang lernst Du, das Material so aufzubänken, dass die Arbeit am Stein mit gesunder Körperhaltung und der optimalen Bearbeitungstechnik ausgeführt werden kann. In den Überbetrieblichen Kursen werden die verschiedenen Techniken der Steinbearbeitung und Oberflächenbearbeitung eingeführt. In der Berufsschule, welche in zweiwöchigen Schulblöcken stattfindet, lernst Du Pläne lesen und zeichnen und eine Menge über das faszinierende Material Naturstein. Was Du alles neues lernst, hältst Du in der Lerndokumentation fest.

2. Lehrjahr

In den Überbetrieblichen Kursen werden nun komplexere Aufgaben eingeführt, das heisst anspruchsvolle Profilierungen. In der Schule lernst Du wie Naturstein in Jahrmillionen entstanden ist und welches die Eigenheiten der verschiedenen Gesteinsarten sind. Auch die Methodik, in welchen Arbeitsschritten Du zum Ziel kommst, wird thematisiert und bei der Arbeit im Betrieb eingeübt. Du dokumentierst weiterhin mit wöchentlichen Einträgen in die Lerndokumentation was Du alles lernst.

Detailgenau, präzise und sauber
Detailgenau, präzise
und sauber

3. Lehrjahr

Neu lernst Du Massaufnahme am Bau und das Vermassen von Skizzen. Nach diesen Vorgaben kannst Du nun eigenständig ganze Werkpläne zeichnen und diese auf den Stein übertragen. Für anspruchsvolle Geometrien erstellst Du Schablonen. Dazu lernst Du den Umgang mit Zeichnungs-Software (CAD) für den Umgang mit programmierbaren CNC-Maschinen.

Im Betrieb kannst Du nun bereits ganze Arbeitsabläufe weitgehend selbständig ausführen. Dazu kommt nun auch eine Einführung in Versetz- und Verlegearbeiten am Bau sowie Transport der schweren Werkstücke.

4. Lehrjahr

Im vierten Lehrjahr bist Du sozusagen auf der Zielgerade. Du fertigst nun selber komplexere Arbeiten und begleitest diese von Massaufnahme am Bau bis zum Versetzen und Verlegen. Die Abschlussprüfung am Ende des Lehrjahres, das sogenannte Qualifikationsverfahren, gestaltet sich ebenfalls als gesamtheitlicher Auftrag. Die praktische Arbeit zum Beispiel umfasst das Zeichnen eines Werkplanes sowie die Umsetzung auf dem Stein mit anspruchsvollen Querschnitten, Profilierungen und Oberflächenbearbeitungen, wie es eben auch als Kundenauftrag vorkommt. In der Berufskundeprüfung zeigst Du Dein Wissen über das faszinierende Material und über dessen vielseitige Einsatzmöglichkeiten in Form einer Dokumentation eines Kundenauftrages. Dabei kommt Dir zugute, dass Du während der ganzen Lehre mit der Lerndokumentation das Dokumentieren geübt hast. An der mündlichen Prüfung gibst Du kompetent Auskunft zu Belangen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes.